Geschichte
Tennis - Geschichte
Samstag, den 12. November 2011 um 00:00 Uhr
Die Geschichte der Tennisabteilung
Eine Selbstverständlichkeit war es gewiss nicht, dass 1975 im kleinsten Stadtteil von Mainz über Tennis nachgedacht wurde, war damals der Breitensport, ausgelöst vor allem durch Steffi Graf und Boris Becker, noch einige Jahre entfernt. Aber das Neubaugebiet D8 / D21 war gerade im Entstehen und eine Umfrage ergab eine große Zustimmung. Anfangs dachte man an nur einen Platz. Aber der damalige Vorstand erwies damals schon Weitsicht und dachte gleich an eine Anlage mit drei Plätzen. Gelände, Finanzen und Zuschüsse mussten in Einklang gebracht werden und an dieser Stelle sollte man auch einige Namen aus dem dafür verantwortlichen Vorstand nennen, denn ihnen gehört nach wie vor Dank, dass Sie den Grundstein gegen manche Argumentationen für eine inzwischen große und beliebte Abteilung gelegt haben: die beiden Vorsitzenden Werner Mumm und Norbert Schüler, mit den Beisitzern Heinz Seng und Egon Molitor und Abteilungsleitern wie Bernhard Spettel und Wolfgang Heppel (Fußball) Josef Hassinger (Jugend Tischtennis). Noch bevor 1978 der erste rote Sand aufgebracht werden konnte, liefen die Anmeldung ein. Der 1. Abteilungsleiter war Wolfgang Bergmann und er konnte bereits im Januar 1979 an den Tennisverband folgende Angaben machen: 28 Jugendliche und 92 Erwachsene, zwei Mannschaften wurden gemeldet, wobei Wolfgang Bergmann ohne Kenntnis der spielerischen Leistungen SpielerInnen nennen musste. Mit einem Fragebogen wurde die Spielqualität erfragt und danach die Mannschaften zusammengestellt. Werner und Michael Wagner wurden beauftragt, den Aufnahmeantrag an den Tennisverband zu überbringen, und bitten wegen evt. Startschwierigkeiten von Geldstrafen Abstand zu nehmen. Erwin Wollstätter war 2. Vorsitzender der TSG Drais und bis zur ersten Abteilungsversammlung mit der Wahl von Wolfgang Bergmann als kommissarischer Abteilungsleiter, Karl – Martin Brill war der erste Sportwart. Erwin Wollstädter entwarf eine Ranglisten – Spiel- und Platzordnung, die leicht modifiziert auch heute noch Gültigkeit haben. 1. Abteilungsmeisterschaft Anfang September 1979: 13 Damen und 20 Herren in allen Disziplinen. 5. Oktober: erste Abteilungsversammlung im "Lerchennest": Rechenschaftsbericht Januar 1981: selben Gesichter bei den Arbeitseinsätzen, lobt wegen Kündigung des Platzwartes die beiden Mitglieder, die die Platzpflege spontan übernommen haben: Alfred Scherer und Michael Wagner. Jugendtraining: Norbert Kipfstuhl Der weiße Sport wird als Sport des Wartens bezeichnet: warten bis man aufgenommen wird, und warten, bis endlich ein Platz frei wird zum spielen (Hochbetrieb) Liest man die allgemeinen Anschreiben der Abteilungsleiter, so hat sich im Laufe der Jahre zwar manches aber nicht sehr viel geändert: Hinweise auf die Platzpflege, Abziehen der Plätze, Wässern, Sauberkeit etc. Auch mußten 1982 erst- und einmal Tennisspielern Verweise zugestellt werden, da sie gegen die Gästeregel verstießen oder sich vereinsschädigend verhielten. August 82: Warteliste bei 130 Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der TSG wird der Bau des vierten Platzes genehmigt, wobei die Stellungnahme der Stadt noch abgewartet werden musste. Es sollen 80 neue Mitglieder aus der Warteliste aufgenommen werden, die mit einer Aufnahmegebühr von 400 / 200 DM mit zur Finanzierung des neuen Platzes beitragen, da Zuschüsse nicht zu erwarten sind. Zum 100-jährigen Jubiläum der Feuerwehr wird alle Vereine zum Festzug geladen. Vom TSG - Vorstand geht die Aufforderung an alle Abteilungen, dass alle aktiven Sportler daran teilnehmen sollen. Sportkleidung ist Pflicht, bei schlechten Wetter ist der Trainingsanzug erlaubt. Die Reihenfolge der Abteilungen wird bekanntgegeben: Vorneweg: Abteilung Mutter- und Kind – Gymnastik, den Abschluss bildet der Vorstand, die Damen haben in dunklen Röcken und weißen Blusen zu erscheinen, die Herren in dunklen Hosen und weißen Hemden. 1983 wird in der Abteilungsversammlung ein Programm für effektiveres Jugendtraining vorgestellt. Die Magnetschildchen für die Platzreservierung werden eingeführt. Die Damenmannschaft schafft den Aufstieg in die B – Klasse, die beiden Herrenmannschaften den Klassenerhalt in der C- und D-Gruppe. Was ist ein Tennisball? Diese Frage lag im Oktober 1984 bei den Draisern im Briefkasten. Das Innere des Papiers deutete auf eine runde Sache hin: zum ersten Mal wird der Saisonabschluss gefeiert im Pfarrheim mit Live - Musik (Manfred Bohn und die "United Eight"). Fazit: Laut war’s, toll war’s, spät (früh, 5.30 h) war’s und draufgelegt haben wir. Der Saisonabschluss hat sich im Laufe der Jahre verändert: Aus dem Ball wurde ein lockeres Treffen bei Fischers und im Lerchennest, im Oktober 1995 wurde die Hütte zum letzten Treff am Ende einer Ära: Die Terrasse wurde mit Planen wetterfest gemacht, das Büffet stand im Zelt, Gasheizstrahler sorgten für die nötige Grundwärme, ansonsten wurde mit Tanzen nachgeholfen. Schnaps stand als vorbeugende Medizin gegen aufkommende Erkältungen am Tresen bereit. Im Februar 85 liegt der ausgewogene Finanzierungsplan für den vierten Platz vor, Start im April, zu Pfingsten offizielle Einweihung. Gesamtmitglieder Tennis jetzt 230. Der Ortsvorsteher stiftet eine Bank. Saison 1986: Neuwahlen: Michael Wagner Abteilungsleiter, Wiederwahl als Sportwart Karl Martin Brill und Robert Claus als für die Jugend. Ein Tennisausschuss wird wieder ins Leben gerufen. Unter ‚TOP’ Anträge liegt ein Vorschlag von Axel Wagner vor, auch Weizenbier (Wunschmarke ist der Redaktion bekannt) ins Sortiment aufzunehmen; unterstützt wird der Antrag durch eine passende Gläserspende von Gisela Wagner. 1987: ein gutes Jahr: die Jugendmannschaft schafft den Aufstieg ohne Spielverlust in die A-Klasse, die Herren schafften den ersten Platz in der C-Klasse und den dritten in der D-Klasse, die Damen dritte in der B-Klasse. Über 47 Forderungsspiele fanden auf der Anlage statt und insgesamt 76 Spiele waren notwendig, um die Abteilungsmeister zu ermitteln. Leo Baumann taucht in den Annalen der TSG immer wieder auf und hat dabei die Vereinsgeschichte erheblich mitbestimmt, sei es beim Fußball, im Vorstand oder beim Tennis, zuletzt als Platzwart.
Vor dem ersten Match am 5. Mai stellten im Vereinsheim am 14. April 1979 verschiedene Firmen Tennisartikel vor. Bereits am 27. Mai gab es als offizielle Eröffnung ein Schleifchenturnier, das sich auch heute noch großer Beliebtheit erfreut, geht man doch nicht gleich nach dem letzten Ballwechsel auseinander. Auch ein Tennisausschuss wurde für die Arbeitsentlastung der Abteilungsleitung schon in der ersten Spielperiode einberufen.
Norbert Kipfstuhl als erster Jugendwart lädt zum Wintertraining ein (Draiser Halle): ab 29. 2. 1980
Stand der Mitglieder: bis 18; 12m, 5 w, Erwachsene: 73m, 63w
Im Frühjahr 81 wird über eine Tennishütte nachgedacht, Ende des Jahres gibt es vom Vorstand grünes Licht. 1982 Beginn der Baumaßnahmen für die Tennishütte, die im Laufe des Jahres 1983 voll ausgestattet ihrer Bestimmung übergeben wurde.
Wolfgang Bergmann gibt die Abteilungsleitung ab, nahezu einstimmig wurden gewählt: Robert Claus (Abteilungsleiter), wiedergewählt als Sportwart Karl Martin Brill und Michael Wagner als Jugendwart.
Nach dem Umzug auf die neue Sportanlage stand das Vereinsheim zur Verfügung, und mit den neuen und jungen Familien kam die Idee auf, das letzte offizielle Zusammensein der Saison als Brunch zu gestalten, sodass die Eltern mit ihren Kindern daran teilnehmen können.
Die Wege waren meist noch mit Gräben durchfurcht, und die Plätze waren weich wie Butter. Bis zum Sommer kamen dann noch Platz vier und fünf hinzu.
1998, drei Gutachter, Beginn der Renovierung Ende des Jahres
1999 neue Plätze, Zäune, Tore, Abflussrinnen, Drainage, Linien.
Termine
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